EMS und TENS Geräte – diese Kosten übernimmt die Krankenkasse

Was sind das eigentlich für Geräte und was heißt die Abkürzung?

EMS ist die Abkürzung für Elektrische Muskelstimulation und TENS ist eine Abkürzung für Transkutane elektrische Nervenstimulation. Diese beiden Geräte ermöglichen eine Schmerztherapie, die ebenfalls von zu Hause aus möglich ist. Des weiteren können Sie die Muskeln stimulieren und helfen so um Muskeln aufzubauen und diese zu entspannen, deshalb werden sie auch oft genutzt, um Verspannungen zu lösen.

 

An welchen Körperstellen sind diese Geräte anwendbar und für welche Schmerzarten können TENS Geräte und EMS Geräte eingesetzt werden?

Ein TENS Gerät hilft bei Schmerzen und Erkrankungen der verschiedensten Arten. Wie zum Beispiel bei Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Migräne, bei Schleudertraumen, Verspannungen, Armschmerzen, Tennisarmen, Rückenschmerzen (Hexenschuss und Schmerzen in der Wirbelsäule), Knie- und Schmerzen im Beinbereich, beziehungsweise auch bei Schmerzen von anderen Gelenken, bei Nervenschmerzen (Gürtelrose), aber auch bei Schmerzen wie Menstruationsbeschwerden.

 

Wie fühlt sich die Therapie mit solchen Geräten an und was ist der Unterschied zwischen EMS und TENS Geräten?

TENS fühlt sich während der Therapie an wie ein angenehmes Kribbeln. Grundsätzlich muss zwischen TENS und EMS unterschieden werden, denn TENS Geräte werden meist zur Schmerztherapie eingesetzt und EMS-Geräte sind eher hier um Muskeln zu entspannen und zu Trainingszwecken. So werden EMS Geräte oft zum Muskeltraining bei Inkontinenz oder für Sportler zum Muskelaufbau eingesetzt. Hier wird bei der Kostenübernahme welches TENS Gerät Krankenkasse und welches EMS Gerät Krankenkasse übernommen wird. Denn ist es nur für Trainingszwecken von Sportlern so ist das kein EMS Gerät Krankenkasse und kein TENS Gerät Krankenkasse, das übernommen wird.

 

Kostenübernahme der Krankenkasse von EMS und TENS Geräten

Nun stellt sich die Frage welche Kosten der TENS Geräte werden von der Krankenkasse übernommen (TENS Gerät Krankenkasse) und welche dieser Kosten sind selbst zu bezahlen?

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Sie als Krankenversicherter Anspruch darauf haben, dass die Krankenkasse Ihnen Geräte zur Schmerzbehandlung verleiht beziehungsweise Ihnen einen gewissen Teil oder den ganzen Teil der Kosten für die Miete oder die Anschaffung von TENS Geräten bezahlt. Vor allem fallen in dieses Rubrik die Kosten der Schmerzbehandlung.

 

Wie läuft das genau ab bei TENS Geräten mit der Krankenkasse?

Es gibt gewisse Mittel, die zur Behandlung einer Erkrankung diene, die von der Krankenkasse übernommen werden müssen und darunter fallen auch TENS Geräte, jedoch hängt diese Pflicht der Kostenübernahme stark von der Erkrankung ab. In einer Grundverordnung steht hierzu geschrieben, dass TENS Geräte, deren Kosten die Krankenkasse übernimmt gewissen Produktbeschreibungen entsprechen müssen und außerdem müssen Geräte, deren Kosten die Krankenkasse übernehmen soll, von einem Arzt verschrieben sein.

Deshalb muss das Gerät ein Medizinprodukt sein. Hier kann gesagt werden, dass der Patient nur eine Zusatzleistung zu bezahlen hat und das sind derzeit 10€ pro Quartal. Dazu muss das Gerät, wie bereits erwähnt, nur von einem Arzt verordnet werden. Hier ist es möglich sich ein Gerät zu kaufen und die Krankenkasse übernimmt dann einen Teil der Anschaffungskosten, die eben den Mietkosten entsprechen würden oder Sie mieten sich das TENS Gerät im Sanitätshaus.

Hierzu benötigen Sie dann jedes Monat ein von einem Arzt ausgestelltes Rezept, es ist jedoch auch möglich ein Rezept gleich für einen längeren Zeitraum anstellen zu lassen. Sollte eine längere Behandlung oder eine Dauerbehandlung notwendig sein so ist es wahrscheinlich, dass die Krankenkasse gleich ein Gerät für Sie ankauft und einen Teil der Kosten für Sie übernimmt.

Wenn Sie sich das Gerät selbst anschaffen so ist es wichtig, dass Sie beachten, dass das Gerät der Medizingeräteverordnung entspricht, damit die Versicherungen einen Teil der Kosten übernimmt.

 

Bezahlt die Krankenkasse denn auch EMS Geräte?

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Krankenkasse bei TENS Geräten und bei EMS Geräten gleichermaßen vorgeht. Das heißt, dass diese EMS Geräte ebenfalls bezahlt wird, wenn dieses von einem Arzt verschrieben wurde und eine Erkrankung vorliegt, die die Therapie mit diesem Gerät notwendig macht. Der gilt das gleiche wie bei TENS Geräten, bei einem Selbstkauf übernimmt die Krankenkasse einen gewissen Teil der Kosten für das Gerät, wichtig dabei ist nur, dass das Gerät den medizinischen Ansprüchen entspricht und nicht nur zur Muskelentspannung dient.

Der andere Weg ist die Miete eines Gerätes hier stellt die Krankenkasse Ihnen ein solches Gerät zur Verfügung, wenn Sie über die Verordnung für dieses Gerät verfügen. Normalerweise ist die Dauer dieser Verordnung ein Monat, diese kann aber auch länger sein beziehungsweise verlängert werden. Sollte die Therapie eine Langzeittherapie sein so ist es gut möglich, dass Ihre Krankenkasse ein solches Gerät für Sie ankauft und einen gewissen Teil der Kosten übernimmt. Grundsätzlich läuft das gleich ab wie bei TENS Geräten und bei einer Miete ist pro Quartal ein Selbstbehalt von derzeit 10€ zu übernehmen.

Wenn Sie das Gerät zur Miete bei Ihnen zu Hause hatten ist es nach dem Ende Ihrer Therapie und dem Ablauf der Zeit ganz einfach. Sie können das Gerät dann einfach bei einem der Vertragspartner Ihrer Versicherung zurückgeben beziehungsweise zurücksenden.

Zusätzlich muss noch gesagt werden, dass anfallende Kosten für Reparatur, Wartung und Versandkosten von der zuständigen Versicherungsfälle übernommen werden und das gilt sowohl für TENS- Geräte als auch für EMS-Geräte.

Wichtig ist nur, wie bereits weiter oben erwähnt, dass eine medizinische Erkrankung vorliegt, die eine Therapie mit einem TENS Gerät oder einem EMS- Gerät notwendig macht und dass ein Arzt ein Rezept ausstellt, dass die Notwendigkeit der Therapie belegt. Sollten Sie ein solches Rezept haben, dann nutzen Sie dieses und profitieren Sie von den Therapiemöglichkeiten dieser Geräte. Hierzu muss noch gesagt werden, dass empfohlen wird Geräte ab zwei Kanälen zu wählen, das hießt diese Geräte verfügen über zwei Anschlüsse und über vier Elektroden.

Der Grund für diese Empfehlung ist, dass diese Geräte für fast alle Körperstellen eingesetzt werden und so vielseitiger sind als Geräte mit nur einem Kanal. Diese Überlegung sollten Sie vor allem dann im Kopf behalten, wenn Sie darüber nachdenken sich das Gerät gleich für immer anzuschaffen.